Der aufsteigende Mondknoten wechselt ins Zeichen Zwilling

Ihr lieben Sternenfreunde, am 5. Mai 2020 um 7:48Uhr morgens wird ein ganz besonderer Zeichenwechsel stattfinden:

Der aufsteigende Mondknoten wechselt vom Zeichen Krebs ins Zeichen Zwilling (die Mondknoten wandern als einziges rückwärts durch den Tierkreis) und gleichzeitig wechselt der gegenüber liegende absteigende Mondknoten ins Zeichen Schütze. Der aufsteigende Mondknoten wird das Zeichen Zwilling bis zum 18. Januar 2022, also für circa 1,5 Jahre, durchlaufen.

Der Mondknotenzyklus durch den gesamten Tierkreis dauert 18 Jahre, das bedeutet die Themen, die er für uns jetzt noch einmal so stark ins Bewusstsein bringen möchte, waren das letzte Mal vor 18 Jahren kosmisch so intensiv präsent.

Wie du vielleicht schon weißt, birgt der aufsteigende Mondknoten in deinem persönlichen Horoskop einen wichtigen karmischen Schlüssel zu deiner Bestimmung und Erfüllung. Zudem bringt er neben persönlichem Wachstum auch Beifall und Zustimmung von außen. Er verkörpert quasi unsere spirituelle Entwicklungsaufgabe (oder besser gesagt: eine der Entwicklungsaufgaben), ist für uns durchaus herausfordernd und oft auch erst einmal fremd. Beginnen wir die bisher unintegrierten Seiten mehr und mehr zu leben, kommen wir wirklich voran. Die Mondknotenkonstellationen in unserem Horoskop deuten auch häufig auf schicksalhafte Begegnungen hin.

Aber auch die aktuellen Zeichenwechsel beziehungsweise Zeichenstände der Mondknotenachse, die kollektiv für uns alle gelten, haben eine zentrale Bedeutung. Dies kannst du gleich noch einmal in einer Rückschau überprüfen: war das Thema „Gefühle zulassen, mehr fühlen lernen, Verletzlichkeit zeigen, Mitgefühl und Geborgenheit in Dir selbst finden & aufbauen“ oder „Auseinandersetzung mit emotionalem Ballast aus der Kindheit und Bindungserfahrungen aufarbeiten“ in den letzten 1,5 Jahren ein größeres Thema für dich?

Dann hast du dich auf jeden Fall auf die aufsteigende Mondknoten Energie eingelassen, denn der aufsteigende Mondknoten stand im Zeichen Krebs und brachte genau diese Themen mit sich. Ich denke kollektiv ist das Thema Selbstfürsorge und Feeling is healing definitiv stärker spürbar geworden (oki vielleicht auch nur in bestimmten Kreisen, aber immerhin!)

Das Zeichen des aktuell wirksamen aufsteigenden Mondknoten möchte uns allen also noch einmal besonders bewusst machen wo für uns, gesamtgesellschaftlich gesehen, karmisch, schicksalshaft gesprochen eine wahre Weiterentwicklung und tolle Chancen warten und alte Muster und Erstarrung aufgelöst werden können. Die Astrologin Silke Schäfer nennt ihn daher wie ich finde passenderweise den kosmischen Scheinwerfer.

Worum geht es jetzt, wenn der aufsteigende Mondknoten ins Luftzeichen Zwilling wandert?

Entwicklungsfördernd:

  • neugieriges Fragen stellen
  • inniges Zuhören
  • mit der Intention zuhören, das Gegenüber wirklich verstehen zu wollen
  • Offenheit gegenüber anderen Vorstellungen
  • Lernen zu kommunizieren ohne es besser zu wissen
  • beobachten ohne gleich zu bewerten
  • neue Lernplattformen und Schulsysteme aufbauen
  • andersartige Ideen wertschätzen & als Inspiration erkennen
  • Vielseitigkeit & Perspektivwechsel üben
  • Flexibilität und Leichtigkeit kultivieren
  • echtes Interesse am Dialog
  • Zweifel, Ängste, Verwirrung, Zerrissenheit und Unsicherheiten kommunizieren
  • verschiedene Perspektiven nebeneinander bestehen lassen können
  • sich erlauben nicht die Antwort zu wissen
  • Die inneren Widersprüchlichkeiten annehmen lernen
  • andere Menschen nicht überzeugen/ändern müssen, wenn sie anderer Meinung sind
  • Ideen teilen ohne absolute Zustimmung zu erwarten
  •  „journaln“

Entwicklungshemmend:

  • fanatischen Überzeugungen und Gurulastigkeit
  • einschüchternde Monologe führen, so dass das gegenüber verstummt
  • Recht haben müssen
  • Eine Lösung für alle haben müssen
  • Sich auf seinen Glauben berufen ohne offen zu sein für neue Informationen
  • Zwanghaft auf „die Wahrheit“ pochen und andere Meinungen, Logik und Faktenwissen außer Acht lassen
  • Selbstgerechtigkeit & Unnahbarkeit als Schutzschild aufbauen
  • Fluchtreisen – „ich bin dann mal weg“
  • Flucht-Visionieren
  • (selbstüberfordernde) Größenideen
  • Wissen wie es “wirklich“ ist / geht
  • Sich selbst extrem unter Druck setzen und übermenschlich sein wollen

Es geht darum das gesamte Thema Kommunikation, Austausch, Lernen und Verstehen mit einem frischen Blick anzuschauen.

Astrologisch gesehen bringt es uns alle – kollektiv betrachtet – nun extrem voran uns mehr auf Gespräche einzulassen, neugierig und offen in den Dialog zu gehen und wieder mehr Fragen zu stellen, anstatt uns selbst unter Druck zu setzen und zu meinen immer die Antwort auf alles wissen zu müssen. Vielleicht möchtest Du selbst etwas Neues lernen, wieder Lebensschülerin sein, Dir erlauben einfach mal noch „nichts“ zu wissen, zu lernen um des Lernens und des Spaßes willen. Dieser Zustand der Neuanfänger, der Abwechslung und der Vielseitigkeit (denn wir lernen ja somit auch eine neue Seite in uns selbst kennen) unterstützt uns wieder mit mehr Flexibilität und Leichtigkeit unterwegs zu sein.

Vielleicht kannst Du einmal bewusst versuchen mit der Intention zuzuhören, das Gegenüber und seine/ihre Weltsicht wirklich verstehen zu wollen. Das kann durchaus anstrengend sein. Gerade wenn jemand wirklich ganz andere Ansichten hat als wir. Probiere einfach immer mal wieder achtsam zu sein und verschiedene Perspektiven wertungsfrei nebeneinander bestehen zu lassen. Wenn es nicht gelingt – oki – wir sind alle auch nur Menschen und das ist ein ziemlich hoher Anspruch, aber sich immer wieder daran zu erinnern, kann Deine Gespräche wirklich tiefgreifend verändern. Wenn wir ehrlich zulassen uns von dem Gesagten berühren zu lassen, dann kann echter kreativer, inniger Aus-Tausch stattfinden. Das heißt ja keinesfalls, dass Du nun die Meinung des Anderen übernehmen musst. Aber echtes Interesse am gemeinsamen Dialog bereichert am Ende Euch beide und es fühlt sich verdammt gut an, oder? Wie geht es Dir, wenn Dir jemand echt neugierig und offen lauscht, Fragen stellt, Dich wirklich verstehen möchte? tut uns das nicht allen so so gut?

Manche Astrologen vermuten auch, dass nun die Türen für neue Schulsysteme und Lernplattformen mehr geöffnet werden. Was sind Deine Gedanken dazu? wie könnte neues/zukünftiges Lernen aussehen?

Vielleicht kannst Du es dir zu einem Ritual machen einmal am Tag Deine Gedanken aufzuschreiben/ journaln oder gönn Dir wieder mehr Bücher zu kaufen und erschaff Dir ein Zu-Bett-Geh-Lese-Ritual.

Wenn ich allerdings eins durch die Astrologie gelernt habe, dann dass es um die Balance in uns geht oder anders gesagt um die Integration von verschiedenen Anteilen in uns, dass es eben nicht entweder oder gibt, sondern sowohl als auch. Im Einzelfall kann das heißen: Selbst wenn jetzt das Kollektiv wieder mehr Offenheit und Vielseitigkeit lernen darf, kann es sein, dass Du, wenn Du bspw. eine starke Zwillingbetonung (z.b. auch einen Zwilli-AC oder viele Planeten im Zeichen Zwilling) oder viel viel Luft im Horoskop hast, trotzdem an Deiner inneren Zerrissenheit (eine Zwillingschallenge) hin zu mehr tiefem Glauben und Zuversicht werkeln darfst. Schau also noch einmal wie sehr diese kosmisch-kollektive Aufgabe gerade Deine Aufgabe ist. Vielleicht geht es auch noch einmal darum, das zu wertschätzen was Du der Welt schenken kannst – Deine Neugier, Deine Offenheit, Dein Wissen und Deine vorurteilsfreie Kommunikation – um dann zu sehen, das Du persönlich vielleicht mehr Vision, Hoffnung auf Großes und tiefen Sinn in Deinem Leben finden darfst.

Aber auch generell gesprochen: Wissen wollen, Zweifeln und logisches Hinterfragen von Sachverhalten kann uns unglaublich weit bringen und hat große Entwicklungen angestoßen, es kann uns aber auch abschneiden von unserer Intuition, unserem Gefühl und einem ganzheitlichen Verständnis des Lebens. Das finde ich persönlich auch wichtig immer im Hinterkopf zu behalten.


Herzlichste Sternengrüße,

Eure Luisa*

Vielleicht hier noch ein paar allgemeine Infos zur Mondknotenachse bzw. zu den Mondknoten. Es handelt sich bei ihnen nicht um Planeten, sondern um 2 Schnittpunkte und zwar die Schnittpunkte, die sich aus der Kreuzung der um 5° geneigten Mondbahn mit der Ekliptik (scheinbare Bahn der Sonne um die Erde) ergeben. Wie Werner Held so schön sagt: „Damit gibt es eine Verbindung des Seelischen bzw. Unbewussten mit dem Solaren (= die Entfaltung unserer bewussten Persönlichkeit, unseres Lebens) und Planetaren d.h.es kommt zu einer besonderen Einbindung des oft unbewussten seelischen Erfahrungspools in die dynamische bewusste Hauptwirkungsebene unseres Sonnensystems“. In der indischen Astrologie wird der aufsteigende Mondknoten / Nordknoten/nördliche Mondknoten auch als Rahu oder Drachenkopf bezeichnet, der absteigende Mondknoten/Südknoten/südliche Mondknoten wird als Ketu oder Drachenschwanz bezeichnet.

Astrologie

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