Vollmond in Stier am 12.11.19 um 14:34Uhr

Einen wunderschönen guten Mittag ihr lieben Sternenfreund*innen! Es ist kurz vor Vollmond (heute am 12. November 2019 um 14:34Uhr) und vermutlich habt ihr schon in den letzten Tagen gespürt wie sich die emotionalen Energien verdichtet haben. Aus Sicht der psychologischen Astrologie ist der Vollmondmoment nämlich ein seelisch-emotionaler Bewusstwerdungsprozess (manchmal sogar „erleuchtender“ Erkenntnismoment – ja so nennt es auf jeden Fall Dane Rudhayer). Die Sonne (unser Geist& Bewusstsein) strahlt den Mond (unser Unbewusstes, die Welt unserer Gefühle) an, so dass jetzt sehr tief sitzende emotionale Themen in unser Bewusstsein fließen. Oft ist es (gerade vor dem Vollmond) sehr schwer zu verbalisieren – man spürt und fühlt einfach bestimmte Dinge die sonst mehr im Verborgenen zu sein scheinen. Falls Du also in den letzten 1-2 Tagen mit sehr herausfordernden Emotionen konfrontiert wurdest, versuche es nicht negativ zu bewerten, sondern nutze es um einen tiefen Blick in Deine Gefühlswelt und ganz alte emotionale Muster und Prägungen zu erlangen. Vielleicht hattest Du auch einen gefühlten Gipfelmoment, denn nicht zu vergessen ist schließlich: der Vollmond symbolisiert auch den energetischen Höhepunkt des Monats! Dann feier das Leben und zelebriere Dankbarkeit für das was ist. Gönn es Dir auch Deine Ernte und das was Du erreicht hast zu würdigen.

Gerade in der Kombination mit dem rückläufigen Merkur in Skorpion und der gestrigen Merkur-Sonnen-Konjunktionen werden wir allerdings quasi mit Einsichten und Emotionen überschwemmt. Beobachte erst einmal offen und ehrlich was sich Dir gerade zeigt. Es ist eine Begegnung mit Dir selbst, aber auch mit Deiner Vergangenheit – umso klarer wir beides sehen um so mehr können wir das Jetzt und unsere Zukunft gestalten. Zumindest aus Perspektive des Sonne-Mond-Zyklus. Denn wenn uns mit unseren Prägungen und Mustern auseinander setzten, befreien wir uns im besten Fall auch immer ein Stück davon. Bewusstheit kann ein Schritt in Richtung heilsamer Integration sein. Es geht also nicht nur um ein Loslassen sondern mehr um ein konstruktives Verwandeln und Umarmen.

Insbesondere dieser heutige Vollmond – auf der Stier-Skorpion-Achse ist meiner Ansicht nach auch der Vollmond der Heilung, der Vergebung und der Dankbarkeit und der Manifestation.

Aber nochmal eins nach dem Anderen: Der Vollmond in Stier möchte uns meiner Meinung nach daran erinnern uns auf einer ganz tiefen Ebene mit unseren ganz persönlichen Werten zu verbinden – sie schenken uns Sicherheit, Halt und Verbindung. Was ist also wirklich wertvoll für Dich? Für was bist Du dankbar? Was sind die Werte an denen Du Dich orientieren möchtest? Was gibt Dir Kraft und Halt und erdet Dich? Wie steht es um Deinen Selbstwert? Und Deine Ressourcen im Inneren?

Die Skorpion-Sonne-Merkur-Konjunktion in der Opposition zum Stier konfrontiert Dich stark damit was gehen darf, weil es eben nicht mehr lebendig ist oder Dir entspricht. Vielleicht hattest Du eine zu starre Ansicht bzgl Dir selbst oder auf Dein Leben bezogen oder hast an etwas festgehalten obwohl Du gespürt hast, dass es längst nicht mehr Deinen Werten entspricht. Dann wäre jetzt der Moment sich dies ehrlich einzugestehen. Aus astrologischer Perspektive wird Dir diese Klarheit und Bekenntnis zu Dir wieder einen krassen Kraftschub geben. Es ist auch ein unglaublich toller Moment um Dich in tiefer Dankbarkeit vor Mutter Erde zu verneigen und noch einmal zu schätzen und sehen was Du alles bereits Wundervolles in Deinem Leben hast (Dabei muss es natürlich gar nicht um typisch Materielles gehen, sondern z.b. um Liebe, Seelenverwandte, Geborgenheit, die Möglichkeit Dich selbst zu verwirklichen, aber natürlich haben wir hier im Allgemeinen auch eine krasse physische Sicherheit und Komfort- im Vergleich zu anderen Ländern). Auch Dich selbst als Geschenk für die Welt zu begreifen gehört dazu – Du bist so wertvoll. Um wirklich in Deine Kraft zu kommen bedarf es allerdings oft auch der Loslösung von alten Traditionen und Werten der Ursprungsfamlie. Dazu ermutigt Euch dieser Vollmond voll und ganz.

Yasmin Boland schreibt (was ich auch eine spannende Ergänzung finde), dass wir uns heute auch noch einmal damit auseinander setzen dürfen, wo wir zu bequem geworden sind, wo wir aus Angst vor Anstrengung gegen unsere innere Wahrheit und unseren Seelen-Willen leben. Vielleicht fragst Du Dich: wo sabotiere ich mich selbst indem ich mir sage wie „gemütlich“ es doch gerade alles ist, anstatt die mehr als wichtigen Veränderungen zu stellen. Prüfe doch einmal ob es eine bequeme Schwerfälligkeit gibt die Dir aber gar nicht gut tut. (es gibt für mich auch eine sehr nährende Bequemlichkeit J … also kann man da keine Pauschalen Aussagen machen…)

Da Sonne und Mond heute in wunderschönen Aspekten zum „Universelle-Liebe-Planet“ Neptun stehen ist es energetisch sehr stimmig, sich bewusst von alten Vorstellungen oder starren Ansichten liebevoll zu trennen, aber auch sich selbst oder Anderen zu vergeben. Sich selbst zu vergeben, kann wundersam die bisher an die Vergangenheit gebundene Energie (des Selbstvorwurfs oder der vernichtenden Urteile) ins Jetzt holen und in Selbstakzeptanz und  Verantwortung für Dich verwandeln. Und da Sonne und Mond auch noch sehr schöne Aspekte zu unserem Manifestationsplanet Saturn und unserem Transformationsplanet Pluto eingehen. Ist jetzt wirklich viel möglich. Was mir immer super wichtig ist: Du musst das nicht alleine schaffen. Experimentiere mit verschiedenen Therapieformen oder suche Dir eine*n therapeutischen Begleiter*In. Es ist ein zyklischer Prozess und dies ist auch nicht der letzte Vollmond.

In großer Dankbarkeit für Euch alle,

Eure Luisa*

Meine wunderbare, langjährige Freundin (und ehemalige) Mitarbeiterin Andrea Will wird uns ab jetzt mit Ihrem Yogawissen aus Ihrer langjährigen Praxis und Ausbildung unterstützen. Wir wollen zusammen eine Art Astroyoga-Reihe kreieren. Ich bin überglücklich und dankbar.

Hier kommt einmal der Link zu Ihrer Webseite (unbezahlte Werbung): https://andreawill.de/

Hier kannst Du lesen was sie zum Stier-Vollmond geschrieben hat:

Für die Zeit des Vollmondes (Stiermond/ Skorpionsonne) habe ich eine kleine Praxis zusammengestellt, die du in den kommenden Tage immer wieder in deinen Tagesablauf integrieren kannst.  

Laut Luisa birgt diese Zeit nicht nur die Chance, deine tiefste Wahrheit zu erkennen sondern auch zur Transformation.

Dieser Vollmond lädt dich ein auf den Halt in Deinem Inneren zu Vertrauen. Möglicherweise fällt es dir nicht leicht, diese Sicherheit in dir selbst zu spüren. Wenn dem so ist, kann dies eine wichtige Botschaft Deiner Seele sein: Du darfst dich noch mehr um Deine Verankerung in Dir selbst und Deinen Selbstwert kümmern. In der Verbindung mit Deinen Ressourcen – auf der tiefsten Ebene mit Mutter Erde und ihrer warmen haltgebenden Umarmung – kannst Du Dich all der alten Angst, vergangener oder aktueller Trauer und unterdrückter Wut stellen. Diese Konstellation ermöglicht Dir mit ganz tiefen Schichten der Seele in Kontakt zu kommen. Die Frage, die sich in dir bewegen darf ist: Welche Themen wollen von dir gesehen werden?

Um sich zu transformieren benötigt es neben dem Vertrauen in die eigene Kraft auch Durchhaltevermögen und Ausdauer aber auch die Fähigkeit, Altes Loszulassen. In der folgenden Praxis möchten wir all diesen Aspekten Raum geben.

1.Schaffe dir selbst einen Raum

2. Meditation in der Stille  für 5 Minuten oder länger wenn du möchtest

3. Stabilitäts-Mudra: Daumen und Ringfinger verbinden

4. Auf die Fersen fallen lassen (im Stand)

5. Sonnengrüße (Surya Namaskar)

Berghaltung (Tadasana)  für 10 Atemzüge

Erste Runde: locker ankommen

Zweite Runde: ausatmenbetont

Dritte Runde: einatembetont

Vierte Runde: nach deiner Atemvorliebe

Fünfte Runde: in der Bretthaltung (Chaturanga Dandasana) bleiben

6. Krieger I (Virabhadrasana)

7. Kindhaltung (Balasana)

8. Schulterbrücke (Setu Bandha Sarvangasana) oder Rad (Urdhva Dhanurasana) mit Gegenhaltung (Apanasana)

9. Vorbeuge im Sitzen (Pashimottanasana)

10. Pflug (Halasana)

11. Totenstellung (Shavasana)

12. Bhumi Devi Gayatri Mantra

Hier kommt die genaue Anleitung für diese Praxis:

  1. Beginne deine Praxis indem du dir ganz bewusst einen Raum schaffst, der dir und deinem ästhetischen Empfinden entspricht. Zünde Kerzen an, räuchere mit deinem Lieblingsduft oder beschenke dich selbst mit einem Strauß Blumen.
  2. Nimm an deinem Ort eine aufrechte Sitzhaltung ein und beginne deine Praxis mit einer Meditation in der Stille. Wenn die Mediation in der Stille für dich neu ist kannst du mit 5 Minuten beginnen. Wenn du eine Praxis hast kannst du die Zeitspanne natürlich ausdehnen. Meditiere in der Stille, keine geführte Meditation oder Stimme soll dich in dieser Praxis von dir selbst ablenken. Schicke deine Aufmerksamkeit in deiner Herzgegend. Weiche dir selbst nicht aus. Beobachte ohne zu werten. Nimm dich und deine (energetischen) Grenzen wahr oder die Empfindungen die sich in dir bewegen. Wenn Gedanken kommen, kehre mit der Aufmerksamkeit immer wieder zu deiner Herzregion zurück. 
  3. Für die Meditation kannst Du das Stabilitäts-Mudra einnehmen: Verbinde Daumen und Ringfinger miteinander. Klappe den Ringfinger zur Handinnenfläche und legen den Daumen darüber. Der Ringfinger steht für die Erde, der Daumen für die Sonne und das Feuer. Wenn du den Daumen auf den Ringfinder legst, verstärkst du die Erdenergie und stärkst Stabilität, Festigkeit, Ausdauer und Durchhaltevermögen.
  4. Bevor du mit den Sonnengrüßen beginnst komme auf die Zehenspitzen und lasse dann die Fersen richtig in den Boden plumpsen. Lass los und spür den Boden und den Halt unter deinen Füßen. Wiederhole das 3-5 Mal (je nach Uhrzeit und Wohnverhältnissen ;).
  5. Die Sonnengrüße

Erste Runde: Baue Tadasana ganz genau auf und bleibe für mindestens 10 Atemzüge in der Haltung. Die erste Runde ist ein lockeres ankommen in der Bewegung.

Zweite Runde: Experimentiere mit der Atmung und lerne deine persönliche Atemvorliebe kennen. Betone im Sonnengruß bewusst die Einatmung, fülle deine Lungen und den Oberkörper und lass die Ausatmung einfach von alleine geschehen.

Dritte Runde: Experimentiere mit der Atmung. Betone die Ausatmung, lasse deinen Bauch ganz leer werden und die Einatmung von alleine geschehen. Vierte Runde: Atme auf die Weise, die für dich angenehmer gewesen ist. Entweder einatembetont oder ausatembetont und behalte diese Atmung in den kommenden Tagen bei. Der einatembetonte Typ steht für Dehnung/Ausdehnung. Der ausatembetonte Typ steht für Zentrierung. In welcher Atemweise fühlst du dich zu Hause?

Nun mache so viele Runden Sonnengruß, wie es für dich angenehm ist.

Du solltest nur so viele Runden machen, dass du nicht überanstrengst. Bleibe in jeder der folgenden Runden in der Bretthaltung (Chaturanga Dandasana)  für 5 bis 10 Atemzüge. Spüre deine Kraft!

  • Krieger oder Heldin I (Virabhadrasana I). Bleibe für einige Minuten in der Haltung. Beginne dann das vordere Knie zu strecken und wieder zu beugen. Sei ganz achtsam: wann möchtest du die Haltung verlassen? Bist du dabei deine Komfortzone zu verlassen und möchtest noch ein bisschen durchhalten oder hast du deine Grenze schon erreicht und es ist genug um weiterzugehen?
  • Nach dem Krieger begebe dich in die Kindhaltung (Balasana). In dieser Haltung kannst du dich zurückziehen, dich mit dir selbst verbinden und neue Kraft tanken.
  • Komme in die Schulterbrücke (Setu Bandha Sarvangasana) oder der umgekehrte Bogen/das Rad (Urdhva Danurasana). Wähle die Haltung so, dass du keine Enge im unteren Rücken spürst. Wenn du die Haltung verlassen hast und wieder am Boden liegst, spüre ihn unter deinem Rücken, nimm ganz bewusst wahr, wie er dir halt gibt und dich trägt. Wie fühlt es sich an, nach dieser verrückten Rückbeuge wieder am Boden zu liegen? Mache als Gegenhaltung das Päckchen (Apanasana): Knie zum Brustkorb, Nasenspitze zwischen die Knie stecken – so lange, wie es sich angenehm anfühlt.
  • Die Vorbeuge im Sitzen (Pashimottanasana) steht wie keine andere für die Qualitäten der Hingabe, der Geduld und des Loslassens. Qualitäten die jeder Transformationsprozess benötigt. Bleibe hier für einige Minuten.
  • In den Pflug (Halasana) kannst du nun kommen, indem du deine großen Zehen umgreifst und mit leicht geöffneten Beinen über die Länge deines Rücken nach hinten und wieder nach vorne rollst. Rolle ruhig drei bis vier Mal, schau, ob die Füße beim zurückrollen den Boden hinter deinem Kopf berühren. Wenn sie das tun, dann lege sie dort ab und bleibe für einen Moment in der Haltung. Der Pflug steht für Wandel und Transformation. Genieße die Haltung. Komme langsam aus der Haltung heraus.
  • Bleib in der Rückenlage und nimm dir Zeit für die Entspannungshaltung (Shavasana).
  • Ein unterstützendes Mantra ist das Bhumi Devi Gayatri Mantra, das Mantra zur Anrufung der Erdgöttin (du findest eine Version davon zum Beispiel hier: https://www.youtube.com/watch?v=aBS-LEqn2F8). Du kannst ihm lauschen während du in Shavasana liegst oder es nach deiner Endentspannung anmachen und mitsingen.

Bhumi Devi Gayatri Mantra

oṃ vasuṃdharāyai vidmahe

bhūtadhatriyai dhīmahi

tanno bhumiḥ pracodayāt

Bedeutung:

Wir meditieren über Bhumi Devi, die Erdgöttin, die uns alles reichlich gibt. Möge sie, welche alles trägt und stützt, mir Klarheit geben. Oh Bhumi Devi bitte bringe mir Erleuchtung.

Dieses Mantra kann dabei helfen, die Energie von Bhumi Devi zu erhöhen. Es verhilft zu innerer Ruhe, zu Festigkeit, Beständigkeit und Vertrauen. Bhumi Devi Gayatri Mantra ist auch gut, um bei Ängsten das Urvertrauen zu stärken.

Quelle: https://wiki.yoga-vidya.de/Bhumi_Devi_Gayatri_Mantra

Astrologie Mondzyklus Vollmond

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