Transformation & Meisterschaft

Heute möchte ich über 3 ziemlich intensive, mächtige Sternenkonstellationen schreiben, die uns insgesamt von März bis Juni begleiten werden (vielleicht spürt der oder die ein oder andere die Konstellation auch etwas länger..). Diese Transite können potentiell für uns alle stark spürbar werden, insbesondere jedoch für Menschen, die Planeten im Zeichen Widder, Waage, Krebs oder Steinbock und zwar auf den Graden 18°-24°(25°). Vielleicht schaut ihr gleich mal in Euer Horoskop nach und prüft, ob einer Eurer Planeten auf 18°-24° Widder/Waage/Krebs/Steinbock steht.

In der Zeit von März bis Juni steht erst Pluto (März & April) und dann Saturn (Mai & Juni) am absteigenden Mondknoten. Wie ihr vielleicht schon wisst, steht die Mondknotenachse für karmische, schicksalhafte Bindungen und wenn Pluto und Saturn in Konjunktion mit ihm steht kann das bedeuten, dass wir dem altem Schmerz bzw. alten Versagensängsten und Blockaden noch einmal ins Gesicht sehen dürfen/vielleicht gefühlt auch müssen.

Alte Verstrickungen verschiedenster Art, aber auch emotionale Muster rütteln unter diesen Sternenkonstellationen nochmal richtig an uns!

Psychologisch gesehen ist das Ziel beider Transite:

  1. Bewusstwerdung
  2. Würdigung
  3. Alles ziehen lassen, was Deiner Essenz nicht (mehr) entspricht.

Tatsächlich wäre diese Zeit aus astrologischer Perspektive wie keine andere dafür gemacht alte Loyalitäten und Familienverträge „zu kündigen“.

Was heißt das genau? Es bedeutet, dass wir oft in alten Vorstellungen, Glaubensmustern oder emotionalen Reinszenierungen gefangen sind/ daran gebunden sind. Meist aus Liebe – denn oft wollen wir auf unbewusster Ebene die Beziehung zu unseren Ahnen/unserer Familie nicht verlieren und bleiben durch die Aufrechterhaltung des Musters Teil des Systems. Diese Bindung basiert jedoch nicht auf freier Liebe, sondern ist geknüpft an Bedingungen, Zwänge….

Genau diese dürfen jetzt in Schutt und Asche gelegt werden (ja so krass klingt das bei Pluto am absteigenden Mondknoten), um wirklich unser eigenes Leben zu leben – jenseits des (einengenden/ lebensfeindlichen) Familienerbes!

Auch alte Schuldgefühle und Versagensängste, die dich klein halten dürfen jetzt gehen (das wären zentrale Saturnthemen).

Allerdings lösen solche tiefgreifenden Trennungen oft ziemlich viel Angst (manchmal sogar Todesangst), vielleicht auch Wut oder Widerstände in uns aus. Solltest Du Dich gerade sehr stark mit um sich greifenden Ängsten, Ohnmachtserfahrungen oder anderen starken Affekten auseinander setzen, dann hol Dir doch all die Unterstützung die es gerade brauch. Das sind wirklich keine easy-going-Energien – dafür aber unglaubliche Chancen hin zu mehr Selbstermächtigung, zu mehr Wahrhaftigkeit und innerem Halt.

Der Kosmos unterstützt uns zusätzlich dabei durch die Saturn-Pluto-Konjunktion (sie wird erst 2020 ganz exakt, erreicht aber gerade schon einen Orbis von weniger als 5 °).

Pluto ist ja (sehr kurz gesagt) der Planet der Transformation/Wandlung/ Zerstörung/Macht/Ohnmacht und Saturn der Planet des Karmas, aber auch der festen Strukturen (manifestierte Realität). Es kann uns daher jetzt erstmal passieren, dass wir das Gefühl haben bisherige Sicherheiten zu verlieren. Es könnte sein, dass wir uns zeitweise ohnmächtig oder wirklich haltlos fühlen. Da alte Strukturen (bzw. Pseudosicherheiten) zerbrechen.

Bei diesem Transit geht es also darum tiefgreifende, neue Strukturen – „ein neues Fundament zu legen“ (so würde das auf jeden Fall mein Astrolehrer Markus Jehle formulieren). Anders gesagt, Du kannst jetzt das Grundgerüst des Lebens neu definieren – aber und das ist der zentrale Punkt: ausgerichtet nach Deiner tiefsten inneren Seelen-Wahrheit und nicht fußend auf alten Schuldgefühlen und Verantwortlichkeiten. Pluto zerstört nämlich nur das was uns nicht mehr trägt und unserer tiefsten Essenz nicht entspricht, er reißt die Maske ab, die wir uns übergestülpt haben und an die wir uns klammern, weil sie Sicherheit verspricht (ich meine das hat der Karmaastrologe Werner Held in einem Seminar einmal so formuliert). Diese tiefgreifende Transformation dient dazu, um alle Ängste & Blockaden in sich zu beseitigen und „um zu lernen das zu wollen, was die eigene Seele will“ (frei zitiert nach Frank Felber).

Ich kann mich noch genau an den Moment in meiner Astrologieausbildung (am Astrologiezentrum Berlin) erinnern, an dem Markus zu uns sagte “Der Saturn-Pluto-Zyklus ist einer der entscheidendsten Substanzbildungszyklen überhaupt“.  Denn Pluto steht für Bindung und Macht, Saturn für Ausdauer, Disziplin und Verantwortung. Diese Konstellation fordert uns mit Druck zum großen Lebenswerk auf, sie macht uns extrem leistungsstark, so dass wir über uns selbst hinauswachsen können und ein langfristig tragfähiges Lebensfundament erbauen.

Natürlich kann man auch sofort erspüren was die Herausforderung/Gefahr dieses Meisterschaftstransits ist: Verantwortungszwang, extremer Leistungsdruck, destruktive Perfektionismus-Tendenzen, massive Versagensängste.

Neben diesen Themen ist der Saturn-Pluto-Zyklus auch hoch bedeutsam in Bezug auf Ahnen/Familienthemen, denn er ermöglicht uns übernommene Verantwortung, Traumata bzw. Schuld der Vorväter in etwas Neues zu verwandeln – das heißt nicht vergessen. Es geht nämlich schon drum diese Schuld zu würdigen und sich ihrer bewusst zu werden, man sollte diese Themen definitiv nicht verdrängen, aber eben auch nicht auf den eigenen Schultern parken sonst wäre ein Sog in die Tiefe, mit großem Depressionsrisiko, die Folge.

Die zentrale Botschaft lautet:

Sei die neue Generation. Sei das neue Fundament.

Ja wir stehen auf den Schultern unserer Ahnen und es ist auch wichtig ihr Schicksal zu würdigen, aber genauso wichtig ist es Deine Selbstermächtigung zu zelebrieren, in dem Du Dir erlaubst Deinem Seelenruf zu folgen.

Was die Sterne Dir raten: Zeige Bereitschaft, Krisen & Wandlungserfahrungen beharrlich zu durchschreiten – es wird sich lohnen!

Ich bin gespannt auf die Lebens-Reise durch diese Zeit!

Eure Luisa*

Astrologie Planeten Transite

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